Traumanalyse
Das Buch, das ich im älteren Post meinte, heißt: 10.000 Träume“ von Pamela Ball. Ich habe es mir noch mal angeschaut und jetzt weiß ich wieder, warum ich es auch schlecht fand. Es ist unvollständig, vieles ist allgemein verfasst und die so genannte „spirituelle Bedeutung“ hat sie sich aus den Fingern gezogen. Dieses Buch ist eine totale Enttäuschung. Ich würde jeden abraten, sich so ein Mist reinzuziehen und noch schlimmer: daran zu glauben. Wer sich wirklich dafür interessiert, sollte sich einen Therapeuten aussuchen, dar auf Traumanalyse spezialisiert ist. Meine Meinung von den „Weißkittlern“ ist nicht sonderlich groß, aber vielleicht werdet ihr Glück haben, wer weißt. Im Folgenden, habe ich ein paar Auszüge aus Wiki.
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Aus den Ergebnissen seiner Methode der Traumdeutung leitete Freud ab, dass es psychische Inhalte gäbe, die aktiv daran gehindert würden, das Bewusstsein zu erreichen. Den dafür maßgeblichen Verdrängungs-Mechanismus bezeichnete er in Anlehnung an eine gewisse Maßnahme der Machtpolitik als „Zensur“; der Schlaf setze jedoch diese kognitive Hemmung herab, den ins Unbewusste verdrängten Inhalten dadurch ermöglichend, sich zu Träumen zu gestalten und in dieser Form das Bewusstsein zu erreichen. Während des als „Primärprozess“ bezeichneten Vorganges der Traumgestaltung würden die Inhalte des Unbewussten – bei denen es sich immer um Bedürfnisse wie Hunger, Lust usw. handele (s.u.) – mit Erlebnissen der vorherigen Tage (sogenannten Tagesresten), Eindrücken aus dem Langzeitgedächtnis und selbst Anteilen bewusster Erwägungen vermischt, alles „verdichtet“ zu primitiv oder auch höchst komplex anmutenden ‘filmischen’ Sequenzen und ohne Rücksicht gegen den im Wachzustand gewohnten Zeitverlauf „verschoben“. Ebenfalls scheinen die anderen Naturgesetze wie u. a. die Schwerkraft aufgehoben, was insgesamt dazu führe, dass sich der Sinn eines Traumes erst über den Umweg der Analyse erschließen lasse. Hauptverantwortlich dafür, dass die „Botschaft“ eines Traumes nicht unmittelbar nachvollzogen werden könne, sei aber die Zensur, die während des Schlafes zwar herabgesetzt, jedoch nicht gänzlich aufgehoben werde.
Die „tiefsten“ Inhalte der Träume entstammen nach Freud Theorie dem so genannten Es, das annähernd mit dem Unbewussten identisch sei – also triebhaften Bedürfnissen, die befriedigt werden sollen: teils, weil sie für die Erhaltung des Organismus von existentieller Bedeutung wären (z. B. der Drang nach Ernährung), teils, weil erforderlich für seine Vermehrung (sexuelle Bedürfnisse).
Diese biologisch verankerten Wünsche, denen die der Neugierde und solche sozialer Natur hinzukommen – die Mutter-Kind- und die Gruppenbindungsbedürfnisse – bilden nach Freud das Hauptreservoir der psychischen Energie, die so genannten Libido. Aus ihrer Quelle gestalte sich der gesamte biologische Organismus und die von Freud nach drei Instanzen unterschiedene Struktur der Psyche: das Es, das Ich und das Über-Ich. Alle drei Instanzen sind verbunden mit spezifischen, auch organisch repräsentiert sein müssenden Funktionen, die im Zustand der Gesundheitheit konfliktfrei kooperieren. Erst die Erziehung zu Moral und Reinlichkeit, deren Vorschriften und Verhaltensnormen während der Kindheit vom Über-Ich verinnerlicht werden, seien dafür verantwortlich zu machen, dass diese Koopereation gestört wird und etliche Anteile der dem Es eigenen Triebwünsche das Ich-Bewusstsein nicht mehr erreichen. Dennoch blieben sie im Unbewussten erhalten, und so stelle jeder Traum einen Versuch des Es dar, diese Triebwünsche dem Ich, entgegen den Forderungen des Über-Ichs, bewusst zu machen. Aus diesen einander widerstrebenden Forderungen ergebe sich der sogenannte latente Inhalt des Traumes, seine in Symbolen verkleidete, einer Deutung bedürfenden Botschaft.
* **Zu ihr gelange der Psychoanalytiker vor allem über die freien Assoziationen, die sein Klient über jedes erfragte Symbol seines Traumes anfertigen soll. Für die freie Assoziation wird der Träumer aufgefordert, sowohl spontane, unkritische als auch gezielt beschreibende Einfälle über die Symbole seines Traumes zu gewinnen. Mit Hilfe dieser zusätzlichen Informationen, könne dann die unter der erinnerten Traumoberfläche verborgen gebliebene (latente) Botschaft ausfindig gemacht werden.
Carl Gustav Jung, ein ehemaliger Schüler Freuds, verstand den Traum als unmittelbar deutlich werdende Darstellung der inneren Wirklichkeit des Träumenden, d. h. es bedürfe von diesem keine freien Assoziationen, um den Traum verstehen zu können. Eine Untersuchung nach den Methoden Freuds eigne sich daher kaum zur Ergründung des Unbewussten. Jung prägte auch den Begriff des kollektiven Unbewussten, ein Bereich, aus dem Menschen Kultur-unabhängig gleiche Grundassoziationen gewännen – z. B. Animus und Anima als Archetypen von Der Verstand und Die Vernunft, welche sich oft in Gestalt genitaler Symbole repräsentieren und auch in dem Verhältnis von Intuition (Natürlichkeit) und Ratio (Künstlichkeit) zu finden seien. Diese Annahme deckt sich mit vielen Ergebnissen der freudschen Traumanalyse, jedoch unterscheiden sich die Ansätze C. G. Jungs und Freuds wie oben angedeutet vor allem in zweierlei Hinsicht:
* Dadurch, dass Jung die von ihm als archetypisch angenommenen Symbole zu einem Katalog zusammenstellte, in dem den Symbolen eine tendenziell feste Bedeutung beigeordnet wird. Traumdeutung nach Jung erfolgt dann, indem der Analytiker diesen Katalog hinzuzieht, um die Bedeutung jedes Symbols nachzuschlagen und miteinander zu kombinieren, zwecks Auslegung
* Für Freud waren hingegen nicht seine eigenen, sondern die Freien Assoziationen seiner Patienten maßgeblich für die Auslegung derer Träume, wenngleich ihm die gewissermaßen archetypische Strukturierung seines Modells der Psyche ebenso unerlässlich für diese Arbeit gewesen ist, wie die Forderung, dass zwischen den Bedürfnissen der gesunden Psyche und den Befunden der Wissenschaften über die Naturphänomene (insbesondere den biologischen kein Widerspruch bestehen dürfe. Insofern ist einer der wesentlichsten Kritikpunkte, die Freud an C.G. Jung äußert, dass dessen Methode, abgesehen vom “freien Assoziieren”, auch die Naturwissenschaften zu sehr außer Acht lasse.
(aus wiki)
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*Als manifester Trauminhalt wird in der Traumdeutung und speziell in der Psychoanalyse das bezeichnet, was von einem Traum auch nach dem Erwachen in Erinnerung bleibt, gewissermaßen die Oberfläche dessen darstellend, von wo aus bei Bedarf eine (Tiefen-/Traumanalyse begonnen werden kann. Das Ergebnis dieser Arbeit (für die der Analytiker seinen Klienten auffordert zum Freien Assoziieren über die einzelnen Symbole des Traumes) besteht dann aus der Aufdeckung des latenten Trauminhalts. Dabei handelt es sich also um die bislang ‘unter der Oberfläche’, im Unbewussten, verborgen gebliebene Botschaft der Psyche an das ICH/Bewusstsein des Träumers.
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p.s. Hm, ich bin nicht davon überzeugt, dass ein allgemeiner „Katalog für Traumanalytiker“ gibt. Diese Synthese der Traumbilder widerstrebt es mir. Und ist nicht Jungs Art auch eine festgelegte freie Assoziation der Traumbilder irgendeinem Psychoanalytiker? Warum sollten sich diese „erratende“ Art und Weise richtig sein? Hm, ich werde Jungs „Traumanalyse“ unter die Lupe nehmen. Mal sehen woraus genau er den „Stoff“ für seine Symbole hat. Für mich eher wie ein tasten in einem dunklen Zimmer. Gewiss, es könnte Etwas zum anlehnen geben. Schließlich haben z.b. auch alle Krankheiten, Krankheitsbilder, wenn ich die Träume mit Krankheiten vergleichen darf. Heißt aber das, dass alle Krankheiten leicht zu diagnostizieren sind, nur weil sie ein Krankheitsbild mit den bezüglichen Symptomen entsprechen sollen? Nein. So ähnlich sollte es mit der Traumanalyse sein. Sie sind sogar mit verstärktem Skeptizismus anzunehmen, da zumindest die meisten Krankheitsverläufe und Krankheitserreger wissenschaftlich nachgewiesen worden sind. Im Gegensatz zu den freien Assoziationen eines Traumanalytikers.
Hm, jetzt gehe ich schauen, wo mein Bibliothekausweis ist.
Oktober 14, 2009 um 23:34
hey, schöner blog, werde hier öfter mal rein schauen
Oktober 25, 2009 um 09:19
danke